Forschung

IZKF

Vorsitzender des IZKF-Vorstandes:
Prof. Dr. med. André Reis

Forschung

Krebs ist eine sehr tödliche Krankheit mit mehr als 3 Millionen neu diagnostizierten Fällen jedes Jahr nur in der EU (Schätzungen von IARC 2012). Trotz der Fortschritte der letzten Jahre profitiert nur eine Minderheit ausgewählter Patienten von gezielten, molekularen Wirkstoffen, während die große Mehrheit (einschließlich Rückfallpatienten) mit herkömmlicher zytotoxischer Chemotherapie behandelt wird. Es besteht daher ein dringender Bedarf für die Identifizierung neuer grundlegender Mechanismen der Krebs-Biologie und Chemoresistenz, um wirksamere Medikamente und therapeutische Strategien zu entwickeln.

Die jüngste Entdeckung der Epithelial-mesenchymalen Transition (EMT) und Krebsstammzellen (CSCs) sowie deren funktioneller Assoziation repräsentieren einige der vielversprechendsten Fortschritte in den letzten zwei Jahrzehnten der Krebsforschung. CSCs werden als eine Subpopulation von undifferenzierten Krebszellen mit Stammzell-ähnlicher Funktion definiert, welche für die Heterogenität von Tumoren und für einige der tödlichsten Krebsmerkmale verantwortlich sind: Kanzerogenität, Metastasierung, Rückfall und Chemoresistenz. Über die gegenseitige Umwandlung zwischen CSCs und nicht-CSCs wurde kürzlich berichtet, die EMT ist eindeutig funktional beteiligt. EMT ist ein de-Differenzierungsprozess, der bei Krebserkrankungen mit erhöhten invasivem Potential und Arzneimittelresistenz beobachtet wird. Ein in jüngster Zeit entstandenes Konzept ist, dass die Plastizität von Krebs größer als ursprünglich angenommen ist. Ein besseres Verständnis über die Mechanismen, welche die Umwandlung  der Krebszellen zwischen den Differenzierungsstadien verursachen, könnte daher viele therapeutische Implikationen hervorbringen.

Ziel dieser Arbeitsgruppe ist die Identifizierung neuer (fundamentaler) Mechanismen und molekularer Determinanten, die die Plastizität von Krebs regulieren. Dabei soll die Assoziation zwischen Differenzierung von Krebszellen und deren Empfindlichkeit gegenüber Chemotherapie untersucht werden, unter Verwendung von verschiedenen zell- und molekular-biologischen Techniken, Mausmodellen, der Analyse humaner Proben sowie –omics und Hochdurchsatz-Methoden.

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