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Aufgaben und Struktur
Das IZKF Erlangen wurde zum 01.10.1996 unter dem Leitthema „Genese, Diagnostik und Therapie von Entzündungsprozessen“ gegründet. Über insgesamt 8 Jahre (1996 – 2004) wurde es im Rahmen des Programms "Gesundheitsforschung 2000" des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (heute: Bundesministerium für Bildung und Forschung) gefördert. Mit der Förderperiode 2004 – 2007 wurde das IZKF mit einem Jahresetat von ca. 3.600 TEUR planmäßig in die vollständige Landesfinanzierung aus dem Zuschuss für Lehre und Forschung des Universitätsklinikums übernommen. Seit einigen Jahren stellt die Universität eine Kofinanzierung in Höhe von derzeit 150 TEUR für die am IZKF beteiligten Institute zur Verfügung.
Am IZKF sind derzeitig 150 Wissenschaftler aus 31 Kliniken, Instituten und Abteilungen in insgesamt 42 Teilprojekten in 4 wissenschaftlichen Schwerpunkten beteiligt. Durch die Ansiedlung vorwiegend klinisch orientierter wissenschaftlicher Teilprojekte von hoher Qualität und eine Vertiefung der Interaktion zwischen verschiedenen klinischen sowie zwischen klinischen und theoretischen Einrichtungen soll die Vernetzung zwischen den Forschergruppen und die Qualität der klinischen Forschung an der Fakultät verbessert werden. Die Aufnahme neuer Projekte erfolgt im Rahmen der im 3-jährigen Turnus stattfindenden Begutachtungen des Zentrums durch den externen Wissenschaftlichen Beirat des IZKF sowie jährlich im Quereinstieg. Nach einer einmaligen 3-jährigen Förderung sollen die im IZKF geförderten Projekte in eine externe Finanzierung überführt werden. Eine maximal 2-jährige Verlängerung von Projekten wird in Ausnahmefällen ermöglicht.
Die Nachwuchsförderung ist weiterhin ein wichtiges Ziel des IZKF. Derzeit sind 2 sehr erfolgreiche Nachwuchsgruppen im Nikolaus-Fiebiger-Zentrum für Molekulare Medizin (KMFZ) untergebracht. Die Nachwuchsgruppe 2 (PD Dr. med. Reinhard Voll) mit dem Thema „Die Rolle von NF-kappaB bei der Pathogenese entzündlicher Erkrankungen“ hat im IZKF ihre Arbeit zum 30. September 2009 beendet und wurde abgelöst von der neuen Nachwuchsgruppe 2 mit dem Thema "Immunsystem als Regulator von Volumen und Blutdruck" unter der Leitung von Herrn PD Dr. med. Jens Titze, die ihre Arbeit zum 01. November 2009 aufgenommen hat. Die Nachwuchsgruppe 3 (PD Dr. med. Michael Wiesener) mit der „Bedeutung von Hypoxie-induzierbaren Transkriptionsfaktoren im Rahmen der Entstehung und Progression von Nierenzellkarzinomen“ hat ihre Arbeit zum 31. Dezember 2009 beendet. Die Nachfolge der Nachwuchsgruppe 3 wird zum 01. Juni 2010 Frau PD Dr. med. Beate Winner mit ihrem Forschungsteam antreten.
Unter maßgeblicher Beteiligung des IZKF konnte 2006 im Rahmen des Bayerischen Genomforschungsnetzes eine Junior-Gruppe nach Erlangen geholt und mit Herrn Prof. Falk Nimmerjahn besetzt werden (assoziierte Nachwuchsgruppe). Diese Nachwuchsgruppe endet zum 04.03.2010 mit der Annahme der W3-Professur für Genetik an der Universität Nürnberg-Erlangen durch Herrn Prof. Nimmerjahn.
Eine weitere Säule der Nachwuchsförderung sind die Rotationsstellen zur Freistellung klinisch tätiger Ärzte, die sich auch an Bewerber außerhalb der IZKF-Projekte richtet. Im Rahmen des IZKF-Doktorandenprogramms können außerdem Medizindoktoranden ein Stipendium erhalten und ein qualifiziertes Ausbildungsprogramm durchlaufen. Mit der Ausrichtung eines jährlichen IZKF-Doktoranden-Workshops fördert das IZKF die Interaktion der Doktoranden der verschiedenen Forschungsverbünde.
Ein wichtiges strukturbildendes Element des IZKF stellen die 2 Core Units dar:
Z3 – Affymetrix-Plattform (seit 10/2007)
Z4 - DNA-Extraktions Plattform (Biobank)(seit 01/2009)
Die zentrumsfördernden Mechanismen werden abgerundet durch das Visiting Professor-Programm sowie durch die Planung eines alle drei Jahre stattfindenden internationalen wissenschaftlichen Kolloquiums.
Forschung
Grundsätzlich stehen dem IZKF thematisch alle Forschungsschwerpunkte in der Fakultät offen. Derzeit werden Projekte zu folgenden Schwerpunkten gefördert:
A: „Entzündung und Autoimmunität“ (seit 2004)
B: „Therapieforschung bei entzündlichen Erkrankungen“ (seit 1996)
D: „Inflammation und zelluläre Plastizität in Tumoren“ (seit 2005)
E: „Pathomechanismen der neuralen Signaltransduktion“ (seit 2007)
Das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung hat sich in der Forschungslandschaft der Medizinischen Fakultät fest als eine zentrale Institution etabliert. Die zunächst vorrangig auf die Entzündungsforschung fokussierte Thematik des IZKF wurde ohne Verzicht auf diesen profilbildenden Schwerpunkt flexibel um weitere Themen fortentwickelt, die es einer steigenden Anzahl von Einrichtungen der Medizinischen Fakultät ermöglicht, erfolgreich Anträge in das IZKF einzubringen. Fast die Hälfte der Projekte sind Tandemprojekte zwischen einem theoretischen Institut und einer Klinik, 2 weitere Teilprojekte werden gemeinsam von Antragstellern aus verschiedenen Kliniken bearbeitet. Das stringente, streng an wissenschaftlichen Kriterien orientierte zweistufige (interne und externe) Begutachtungsverfahren mit derzeitigen Förderquoten von ca. 50% sichert die wissenschaftliche Qualität der geförderten Projekte. Dadurch konnte die Akzeptanz für eine interne Evaluierung von Forschungsvorhaben erheblich verbessert und erweitert werden. Dieses wiederum stellt eine wichtige Grundlage für die Einwerbung von Drittmitteln dar. Die Nachwuchsgruppen des IZKF sowie im IZKF geförderten Projekte erwiesen sich dabei in den vergangenen Jahren als sehr erfolgreich. Der hohe Standard der im IZKF geleisteten Arbeit wird auch durch die namhafte Zahl von Berufungen von IZKF-Teilprojektleitern auf externe Lehrstühle und Professuren dokumentiert.
Informationen zum IZKF in englischer Sprache finden Sie hier:

