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IZKF

Vorsitzender des IZKF-Vorstandes:
Prof. Dr. med. André Reis
Interdisziplinäres Zentrum für klinische Forschung (IZKF), Uni-Klinikum

Molekulare Therapien im Kampf gegen Krebs und Autoimmunreaktionen

3. IZKF-Symposium

Über künftige Möglichkeiten, Organe vor Transplantationen besser zu schützen oder wie Antikörper effektiv an die zu tötenden Krebszellen gekoppelt werden können, sind einige der Themen, die im Mittelpunkt des 3. Internationalen Symposiums des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung am Universitätsklinikum Erlangen (IZKF) standen. Zahlreiche Wissenschaftler aus dem In- und Ausland diskutierten zwei Tage lang im oberfränkischen Kloster Banz über neue Möglichkeiten molekularer Therapien.

Am IZKF sind derzeitig 150 Erlanger Wissenschaftler aus 31 Kliniken, Instituten und Abteilungen in insgesamt 42 Teilprojekten in 4 wissenschaftlichen Schwerpunkten beteiligt. Ziel ist es, originelle und klinisch relevante Projekte zu fördern und die beteiligten Arbeitsgruppen miteinander zu vernetzen und so eine hohe Qualität in der klinischen Forschung zu erreichen. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein weiteres wichtiges Ziel des IZKF. Das IZKF wurde 1996 im Rahmen des Programms "Gesundheitsforschung 2000" des Bundesministeriums für Forschung und Technologie gegründet. Weitere Infos unter:

www.izkf.uk-erlangen.de

Genomweite genetische Assoziationsstudien (GWA) als Grundlage für neue Therapien

Nach der Eröffnung des sehr gut besuchten Symposiums durch den Sprecher des IZKF Erlangen, Herrn Prof. Dr. André Reis, erläuterte Prof. Markus Nöthen im Eröffnungsvortrag insbesondere die Bedeutung aber auch die Problematik genomweiter genetischer Assoziationsstudien und anderer neuer genetischer Diagnoseverfahren für die Medizin. Während die Identifizierung von krankheitsassoziierten einzelnen Nukleotidaustauschen bzw. Risikoallelen oft nur eine geringe diagnostische Bedeutung besitzt, können die Befunde der GWA wichtige Hinweise auf Signalübertragungs- und Stoffwechselwege liefern, die sich möglicherweise als Ziel für medikamentöse Therapien eignen. Den Abschluss des Eröffnungsabends bildete eine Posterausstellung der im IZKF und im ELAN-Fonds (Erlanger Leistungsbezogene Anschubfinanzierung und Nachwuchsförderung) geförderten Projekte, wobei insbesondere die Doktoranden ihre Arbeiten vorstellten und angeregt diskutierten.

Mit Biomarkern der Krankheitsentstehung auf der Spur

Die Identifizierung neuer Biomarker mithilfe massenspektroskopischer, genetischer und biochemischer Verfahren war Thema am Freitagmorgen. Auch die zunehmende diagnostische Bedeutung genetischer Varianten sowie der molekularen prädiktiven Pathologie und der Pharmakogenetik bei der Risikostratifizierung und klinisch-praktischen Therapieentscheidungen wurden ausführlich dargestellt und lebhaft diskutiert. Unter dem Thema der genetischen Interventionen wurden aktuelle Entwicklungen therapeutischer RNAi-Moleküle sowie Ansätze zur Therapie der Duchenne’schen Muskeldystrophie mittels kurzer therapeutischer DNA-Fragmente vorgestellt, ebenso wie innovative Entwicklungen zur Eliminierung der ins Genom integrierten HIV-DNA.
Eine eigene Sitzung war auch den Antikörpertherapien gewidmet. Äußerst viel versprechende klinische Studien zeigten die Effizienz neuartiger Antikörper, die Immunzellen an die zu tötenden Krebszellen koppeln können.

Auch das Verständnis von Signalübertragungswegen und der Transkriptionskontrolle eröffnet die Aufklärung physiologischer und pathophysiologischer Prozesse, so z.B. bei der Entstehung der dilatativen Kardiomyopathie. In der Onkologie helfen Expressionsanalysen entscheidend, Tumoren für eine gezielte Pharmakotherapie zu identifizieren. Weitere Vorträge beschäftigten sich mit Möglichkeiten des Organschutzes vor Transplantationen durch Hypoxie-induzierte Faktoren und der Therapie Antikörper-vermittelter Krankheiten durch Plasmazellelimination mithilfe von Proteasominhibitoren.

Den Abschluss des Symposiums bildeten interessante Vorträge über die aktuellen Entwicklungen Zell-basierter Therapien bei Autoimmunerkrankungen und der Tumortherapie.

Weitere Informationen:
Dr. Katrin Faber
Telefon: 09131 85-35902
E-Mail: katrin.faberatuk-erlangen.de

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